Links überspringen

Mehr als nur der Preis – WarumCapEx nur der Anfang ist

In der Welt der industriellen Fertigung sind die anfänglichen Investitionsausgaben (CapEx) oft die Zahl, die am meisten Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Der Listenpreis ist ausschlaggebend für die Budgets und die unmittelbare Machbarkeit. Erfahrene Führungskräfte wissen jedoch, dass der Anschaffungspreis nur die Spitze des Eisbergs ist.

Um den Wert einer Investition wirklich zu verstehen, müssen wir genauer hinschauen und die Gesamtbetriebskosten (TCO) betrachten.

Die Illusion des „Günstigeren“

Bei der Bewertung von Produktionslinien erscheinen herkömmliche Systeme oft als die kostengünstigere Wahl. Auf dem Papier ist die Technologie bekannt, und die Anschaffungskosten sind im Vergleich zu fortschrittlichen Roboterlösungen möglicherweise geringer. Doch wie das Sprichwort sagt: „Die Investitionskosten sind nur der Anfang.“

Eine echte TCO-Analyse deckt die verschiedenen Ebenen des täglichen
Betriebs auf und zeigt auf, wo über die gesamte Lebensdauer der Geräte tatsächlich Geld ausgegeben – oder verloren – wird.
Der bedeutendste dieser versteckten Kosten? Zeit.

Die hohen Kosten von Betriebsausfällen

Betrachten wir ein typisches Produktionsszenario: zwei unterschiedliche Konzepte. Das eine basiert auf konventioneller Mechanik, das andere auf Robotik. Beide arbeiten mit derselben Kapazität von 120 Takten pro Minute (7.200 Flaschen pro Stunde).

In einem typischen Betrieb, der 250 Tage im Jahr läuft und nur einen Produktionswechsel pro Tag durchführt, summieren sich die Kosten durch Stillstandszeiten rasch. Wenn die Kosten für eine Stillstandzeit der Produktionslinie mit 1.000 € pro Stunde veranschlagt werden, bedeutet jede Minute, in der die Maschine stillsteht, einen direkten Verlust für die Rentabilität.

Der Vorteil der Robotik:
Eine Fallstudie zur Effizienz

Daten aus aktuellen TCO-Analysen verdeutlichen den krassen Unterschied zwischen konventioneller und robotergestützter Flexibilität. Der konventionelle Ansatz: Ein mechanischer Standardwechsel kann bis zu 120 Minuten dauern.

Bei einem Arbeitsjahr von 250 Tagen ergibt sich daraus ein jährlicher Wechsel
-Kosten in Höhe von unglaublichen 250.000 €.

Indem sie die Gesamtbetriebskosten (TCO) gegenüber den Investitionskosten (CapEx) priorisieren, können Unternehmen in Technologien investieren, die sich durch überlegene Effizienz amortisieren und potenzielle Ausfallzeiten in Produktionszeit umwandeln.

Die Roboterlösung: Moderne Robotersysteme reduzieren diese Ausfallzeiten drastisch. Mit einer Umrüstzeit von nur 40 Minuten schafft die Roboterlinie denselben Wechsel mit einem Bruchteil der damit verbundenen Unterbrechungen. Die jährlichen Kosten sinken auf 83.000 €.

Das Urteil

Die Zahlen sprechen für sich. Durch die Verkürzung der Umrüstzeiten um zwei Drittel spart die Roboterlösung allein bei den Ausfallkosten jährlich 167.000 Euro ein. Über einen Zeitraum von mehreren Jahren hinweg gleichen diese betrieblichen Einsparungen nicht nur die potenziell höheren Anfangsinvestitionen in die Robotik aus, sondern übersteigen schließlich sogar die Gesamtbetriebskosten einer herkömmlichen Produktionslinie.

Erhalten Sie die neuesten Nachrichten

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Lassen Sie sich über neue Artikel benachrichtigen